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Oktober/November 98 haben wir unsere erste Gruppenreise nach
Florida gemacht. Gitta und ich hatten schon einige Male dort unseren Urlaub
verbracht. (Wenn man Höhlentauchkurse machen Urlaub nennen will !!)
Diesmal sollte die erste Schülergruppe dort in die Geheimnisse des
Höhlentauchens eingeweiht werden. Wie immer ging es über Frankfurt
nach Miami. Während wir unseren Leihwagen übernahmen, bestiegen
unserer drei Schüler Christiane, Marcus und Werner zusammen mit
"Reiseleiter" Chrischi + Anke ihren gemieteten Van.
6 Stunden Fahrt über den Turnpike und wir waren in Live Oak.
Die nördliche Mitte Floridas gilt als das Mekka der Höhlentaucher.
Hier wohnen auch Shelly und John, unserer Tauchlehrer.
Dort traf dann noch Birgitta zu uns, die beim Rückflug aus
Nordamerika einen Abstecher nach Florida gemacht hatte.
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Shelly und John begrüssen uns.
NEIN, das ist ein Scherz. Dies ist ein Teil Ihrer Weihnachtskarte und
JAAA das ist unter Wasser.
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Und hier beide in voller Größe bei der Arbeit
(oder im Büro, wie John zu sagen pflegt)
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Auf dem Grundstück von John und Shelly wurden bei Sonne und blauem
Himmel die Ausrüstung für das Höhlentauchen angepasst.
Auch die Leihausrüstung, Doppel-15 Literflaschen und Dive-Rite
Wing Jackets wurden verteilt und anprobiert.
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3 Lampen, 2 Reels, 2 Automaten, 2 Automatenschläche, davon einer
180cm lang, Inflator Schlauch, Dekotabelle und Messer
müssen stromlinienförmig und auch bei Dunkelheit leicht
erreichbar angebracht werden.
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Danach ging es zum Höhlenschnuppern. Etwas mulmig aber auch begeistert
guckten sich unsere Novizen die Einstiege zu den Höhlen erstmal
von aussen an.
Dies hier ist Olsen Spring. Übrigens, das Helle im Wasser ist
der Felsen UNTER WASSER und etwa 10 Meter tief. Die Sicht also
offensichtlich etwas besser als im heimischen Baggersee :-)))
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Nach dem Basteln die 1. Theoriestunde auf Johns Terrasse.
Entstehung von Höhlen, Typen, Tauchtechniken, Problemlösungen
standen auf dem Programm.
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Nach Johns Briefing wurden Leinen im Wald verlegt,
an denen unsere Kandidaten mit geschlossenen Augen lernten, im Falle eines
totalen Lichtverlustes trotzdem den Ausgang wiederzufinden. Ausserdem
wurde der Umgang mit den Reels geübt.
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Christane, Markus, Werner
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Die üblichen Warnschilder mit Angaben der Toten in den letzten Jahren,
die ohne entsprechendes Training in der jeweiligen Höhle
gestorben waren, führten doch zu etwas Bammel vor dem ersten
Einstieg.
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Meine Lieblingshöhle und eine der schönsten Höhlen überhaupt;
Mitten im Wald liegt COW SPRINGS.
Wunderschön schon an der Oberfläche, vermutet man doch nicht,
dass sich darunter ein riesiges System von Gängen und Räumen
befindet. COW SPRINGS wurde übrigens erst vor ca. 6 Jahren
entdeckt. (Achtung, das Bild rechts ist 120K gross. Aber es ist einfach
phantastisch)
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Während unsere Kandidaten wegen der Doppel-15er lieber reinklettern,
bevorzugt John den Einstieg mit grossem Schritt. Übrigens, auch hier
ist das Helle unter Wasser die Felsen in bis zu 10 Metern Tiefe !!!!!
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Zum Anziehen und Zusammenbau der Ausrüstung werden die Tische benutzt.
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Der Leihwagen hat nach dem Urlaub wohl 3 Kreuze gemacht, dass wir
wieder verschwunden waren.
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Erholen zwischen 2 Tauchgängen.
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Markus in voller Ausrüstung.
Bei über 2 Meter Körperlänge sieht das Ganze so winzig
aus. Bei anderen fragt man sich doch manchmal, wo die Flaschen mit dem
Taucher hin wollen (oder Christiane ??)
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Christiane, Werner und Markus beim Einstieg in PEACOCK.
JAAAAA, WERNER IST IM WASSER, auch wenn
es so aussieht, als ob er in der Luft hängt. Die Felsen unter
ihm liegen etwa in 2 - 8 Meter Tiefe.
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In GINNIE SPRINGS, vor dem DEVILS EYE. Das ist der Höhleneinstieg
links oben. (der helle Fleck) in einer Tiefe von 6 Metern. Der Rest
ist Boden in 3 Meter Tiefe. Keine 8 Meter links fliesst der Swannee River,
eine trübe braune Brühe. Dass das Wasser trotzdem hier so klar
ist und sich nicht vermischt, liegt an dem Druck mit dem es aus dem
Ginnie System kommt. DAS IST STRÖMUNG !!!!.
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Auf Wiedersehen kleiner Freund bis 1999.
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Etwas zu kurz gekommen sind in diesem Bericht:
ANKA, die als Nichttaucherin wohl am meisten arbeiten musste (Anka hol mal
dies, bring mal das) und auch noch die ganzen Fotos gemacht hat.
ANKE, die Chrischi morgens immer aus dem Bett prügeln musste damit er
seiner Verantwortung als Reiseleiter gerecht wurde :-))) und mit Gitta
tauchen war während Chrischi und ich den Trimix Kurs gemacht haben
BIRGITTA, die ja eigentlich nur Cavern wollte, dann aber so süchtig
wurde, dass sie den Intro to Cave gleich rangehängt hat.
SHELLY und JOHN, unsere Tauchlehrer ohne die wir uns die meisten Sachen
gar nicht getraut hätten.
Und last not least GITTA, die diese Reise (wie auch alle vorher) perfekt
organisiert hatte, von den Flügen über die Leihwagen, Hotel,
Ausrüstung und Kursen bis zu den Stadtplänen mit den besten
Restaurants (letzteres purer Eigennutz :-))
Wann immer ich diese Frau unter Wasser in 40 Meter Tiefe oder in der
Höhle sehe, noch kleiner als ich, mit einer Doppel-15 auf dem
Rücken und vor Schläuchen fast nicht mehr zu sehen, weiss ich
warum ich sie geheiratet habe.
Michael.
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Während die "Neulinge" ihre ersten Höhlen Erfahrungen
machten, waren Chrischi und ich nicht untätig. Seit langem
zählen zwei Höhlen zu unseren Traumzielen: Diepholder und
Eagles Nest. Beide sind allerdings etwa 80 Meter tief. Da Luft also
nicht in Frage kam, musste ein Trimix Kurs her. Was für ein Zufall,
dass Schelly auch Trimix Instructor ist.
Los gehts mit ein paar "Einführungstauchgängen".
Luft in der Doppel 15, aber Nitrox als Stage. Danach kamen dann die
Trimix Tauchgänge, 16% O2, 40% He. Eine 10-er 32% O2, die andere
80% O2.
Nach Tauchgang 1 brauchte ich erstmal eine Ladung Magnesium Tablette.
wg. Dauerwadenkrämpfe. 50 Minuten in die Höhle reinpaddeln
(18-20 Meter tief) mit EANx 32, dann Abstieg auf 60 Meter, dann wieder
50 Minuten raus, dann 30 Minuten Deko. Dabei die, Gottseidank getragene,
Windel benutzt. Auf dem Foto danach sehe ich 20 Jahre älter aus.
Der zweite in Diepholder mit Larry Green als Guide.
Ein ca. 5 Meter Durchmesser Schacht mit weissen
Felsen (Hemmoor ähnlich, aber 20 mal bessere Sicht), der bis
50 Meter geht. Dann öffnet sich eine gigantische Höhle.
Diese taucht man an der Decke entlang bis zum Ende auf ca. 80 Meter.
Dann gehts zurück zum ersten Dekostop auf 30 Meter, den wir nach
21 Minuten erreicht hatten. Dann ca. 60 Minuten für den Aufstieg.
Ab 30 Meter wieder auf EANx32 zurück, ab 10 Meter auf 80% O2.
Dabei sowohl den verzweifelt piependen Aladin Air X / Nitrox, wie auch
die Suunto Spyder komplett nach dem Tauchgang getilt. wg. Trimix Stops.
Da ich selbst Schüler war, gabs natürlich kaum Fotos.
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Die Hexenmeisterin Shelly beim Füllen unserer Trimix und Nitrox
Flaschen. Links neben mir die Helium- daneben die O2 Flaschen. Geradeaus
die Pressluft Kaskade und das Füllbecken, rechts der Kompressor.
Geradeaus Shelly mit Taschenrechner und Zigarette :-))).
Jder deutsch TÜV-Ingenieur würde einen Herzkasper bekommen.
Daneben mein Trimixbuddy Chrischie.
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Theorie und Praxis klaffen da auseinander. Im Hotel mit dem
Laptop beim Ausrechnen des Tauchganges und der Gemische war alles
so locker. Wenn man jedoch weiss, dass man
dieses Gemisch gleich in 70 Meter Tiefe atmen soll, misst man lieber
dreimal. JAAAA, das Gerät funktioniert, 14,5 % O2 im Trimix. Also
besser nicht an der Oberfläche atmen.
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Chrischi vor dem Tauchgang.
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Ich beim Anclippen der 1. Stage Flasche, die anderen liegen noch am Ufer.
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Wir beide ca 3 Stunden später, nach dem Tauchgang. Mein gequältes
Gesicht muss von der Windel kommen. (war wohl keine Luvs Boys)
Woher Chrischies angespanntes Gesicht kommt. ? (Insider Witz)
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Ausstieg
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Hier sind die Profile der beiden Tauchgänge. Der Erste (flachere)
passte nicht mehr auf die Zeitachse.
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